Ein Grundstück kann auf den ersten Blick perfekt wirken: gute Lage, passender Preis und ausreichend Fläche. Ob es sich tatsächlich für das gewünschte Haus eignet, zeigt sich jedoch erst bei einer genaueren Prüfung.
Bebaubarkeit, Boden, Erschließung, Zufahrt und Vorgaben des Bebauungsplans können die Planung und die Gesamtkosten erheblich beeinflussen. Deshalb sollte das Grundstück möglichst gemeinsam mit der späteren Hausidee betrachtet werden – nicht erst nach dem Kauf.
Die Frage „Darf ich hier mein Wunschhaus bauen?“ lässt sich nicht allein anhand eines Exposés beantworten. Entscheidend sind unter anderem Bebauungsplan, örtliche Satzungen, Abstandsflächen, Gebäudehöhe, Dachform, Baugrenzen und die zulässige Nutzung.
Vor dem Kauf sollten Sie daher prüfen:
Eine verbindliche Einschätzung erfordert die Prüfung der konkreten Unterlagen durch die zuständige Stelle und gegebenenfalls durch Fachplaner.
Ein Grundstück ist nicht nur eine Fläche, auf der ein Haus steht. Ausrichtung, Zufahrt, Nachbarbebauung und Gelände bestimmen, wie der Entwurf funktionieren kann.
Beziehen Sie frühzeitig ein:
Ein schmaler Bauplatz kann eine kompakte, gut organisierte Planung erfordern. Bei einem Hanggrundstück können Höhenentwicklung, Stützungen, Entwässerung und Zufahrt besonders wichtig sein.
„Erschlossen“ kann im Alltag unterschiedlich verstanden werden. Vor dem Kauf sollte konkret geklärt werden, welche Leitungen und Anschlüsse vorhanden sind und welche Kosten noch entstehen können.
Prüfen Sie:
Lassen Sie sich Angaben möglichst schriftlich bestätigen. Auch ein bereits erschlossenes Grundstück kann zusätzliche Kosten verursachen, wenn Leitungen weit vom geplanten Haus entfernt liegen oder die Hausanschlüsse neu hergestellt werden müssen.
Der Baugrund entscheidet mit darüber, wie das Haus gegründet und gegen Feuchtigkeit geschützt wird. Sichtbare Hinweise am Grundstück reichen für eine belastbare Bewertung nicht aus.
Ein Bodengutachten kann Informationen liefern zu:
Besondere Aufmerksamkeit verdienen Hanglagen, frühere gewerbliche Nutzungen, verfüllte Bereiche und Grundstücke mit auffälligen Geländeveränderungen.
Auch wenn das Haus planungsrechtlich möglich ist, muss es gebaut werden können. Prüfen Sie, ob Baufahrzeuge, Lieferungen, Gerüste, Container und gegebenenfalls ein Kran ausreichend Platz haben.
Wichtig können sein:
Bei stark vorgefertigten Bauteilen oder größeren Lieferungen muss die Montage bereits in der Grundstücks- und Entwurfsphase bedacht werden.
Nicht nur das eigene Grundstück, auch die Umgebung beeinflusst die spätere Wohnqualität. Achten Sie auf:
Besuchen Sie das Grundstück zu unterschiedlichen Tageszeiten. So erhalten Sie ein realistischeres Bild von Licht, Verkehr und Geräuschsituation.
Für eine erste Einschätzung sind je nach Grundstück unter anderem hilfreich:
Welche Unterlagen tatsächlich erforderlich sind, hängt von der konkreten Situation ab. Bei Unsicherheiten sollten Bauherren die zuständige Gemeinde, das Landratsamt, Fachplaner oder das Bauunternehmen einbeziehen.
Erlbach Bau kann im Rahmen des gewünschten Leistungsumfangs ein Ansprechpartner für die frühe Abstimmung von Grundstück, Hausidee und Rohbau beziehungsweise schlüsselfertigem Bauen sein. Eine verbindliche Aussage zur Bebaubarkeit ersetzt das jedoch nicht: Dafür sind die konkreten Unterlagen und die zuständigen Stellen maßgeblich.